• Čeština
  • Deutsch
  • English

Viele Unternehmen suchen heute nach den Ursachen für sinkende Produktivität in Prozessen, Technologien oder fehlender Zeit. Dabei übersehen sie häufig etwas viel Grundlegenderes: die Fähigkeit ihrer Mitarbeitenden, sich zu konzentrieren und Neues zu lernen.

Mitarbeitende arbeiten schneller als je zuvor und wechseln gleichzeitig ständig zwischen Aufgaben, E-Mails, Benachrichtigungen, Meetings und Chat-Anwendungen. Das Gehirn ist permanent einer Vielzahl von Reizen ausgesetzt und die Leistungsfähigkeit nimmt zunehmend ab. Die Folge sind nicht nur geringere Effizienz, sondern auch mehr Fehler, Müdigkeit, Motivationsverlust und ein zunehmendes Gefühl von Chaos.

Doch woran erkennen Sie, dass auch Ihre Mitarbeitenden von dieser digitalen Überlastung betroffen sind? Und was lässt sich konkret dagegen tun?

Chaos im Arbeitsalltag

Ein typischer Arbeitstag sieht häufig so aus: Eine Person beginnt mit einer Aufgabe, dann kommt eine Nachricht, ein Anruf, ein kurzes Meeting, eine weitere E-Mail und anschließend der Versuch, zur ursprünglichen Aufgabe zurückzukehren.

Doch das Gehirn kann nicht wirklich multitasken. Stattdessen wechselt es lediglich sehr schnell zwischen verschiedenen Aufgaben und Aufmerksamkeitsfokussen. Jeder dieser Wechsel kostet Zeit und mentale Energie.

Forschungen zeigen zudem, dass häufige Unterbrechungen die Leistungsfähigkeit und die Qualität von Entscheidungen deutlich beeinträchtigen. Eine Studie der American Psychological Association weist beispielsweise darauf hin, dass Multitasking die mentale Belastung erhöht und die Effizienz der Arbeit reduziert.

Je häufiger wir zwischen Aufgaben wechseln, desto schwieriger wird es, in eine tiefere Konzentration zu gelangen. Wir verlieren die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, qualitativ hochwertige Entscheidungen zu treffen und effizient zu arbeiten, ohne dabei unnötigen Stress zu erzeugen.

Was wir für volle Konzentration brauchen

Volle Konzentration entsteht nicht unter dem Druck ständiger Unterbrechungen. Das Gehirn benötigt dafür einige grundlegende Voraussetzungen:

Wenn ein Mensch sich wirklich konzentrieren kann, erreicht er einen Zustand intensiver mentaler Leistungsfähigkeit. Die Arbeit wird schneller, qualitativ besser und ist paradoxerweise oft weniger anstrengend.

Wie digitale Überlastung das Gehirn beeinflusst

Bei tiefer Konzentration blendet das Gehirn störende Reize aus und richtet seine Ressourcen auf eine bestimmte Aufgabe. Dabei werden unter anderem Prozesse aktiviert, die mit Gedächtnis, logischem Denken, Kreativität und Problemlösung verbunden sind.

Bei ständigen Unterbrechungen bleibt das Gehirn dagegen in einem permanenten Bereitschaftsmodus. Es verbraucht mehr Energie, während die Qualität der Leistung gleichzeitig abnimmt. Ein Mensch kann dadurch das Gefühl haben, den ganzen Tag intensiv gearbeitet zu haben, ohne am Abend tatsächlich entsprechende Ergebnisse zu sehen.

Langfristige digitale Überlastung kann zudem das Arbeitsgedächtnis, die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit und die allgemeine mentale Belastbarkeit beeinträchtigen. Informationen werden schlechter behalten, Prioritäten schwieriger gesetzt und mentale Ermüdung tritt schneller ein.

Eine Studie zum sogenannten Digital Fatigue, einem Zustand, der durch die langfristige und intensive Nutzung digitaler Technologien entstehen kann, zeigt ebenfalls einen deutlichen Zusammenhang mit der Produktivität und dem Wohlbefinden von Mitarbeitenden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine übermäßige Nutzung digitaler Technologien zu mentaler Erschöpfung, einer geringeren Arbeitsleistung und einem erhöhten Stressempfinden beitragen kann.

Gleichzeitig gibt es einen weiteren Aspekt, der in Unternehmen häufig wenig Beachtung findet: Arbeitgeber, sowohl in großen Unternehmen als auch in kleineren Betrieben, haben nicht immer einen realistischen Überblick darüber, wie viel Zeit Mitarbeitende während der Arbeitszeit mit sozialen Netzwerken und anderen digitalen Plattformen verbringen, die nicht unmittelbar mit ihrer eigentlichen Aufgabe verbunden sind.

Dabei geht es nicht nur um die tatsächlich dafür aufgewendete Zeit. Auch das häufige Wechseln der Aufmerksamkeit kann die mentale Belastung erhöhen, die Konzentration unterbrechen und die Zeit verlängern, die benötigt wird, um wieder vollständig in eine Aufgabe einzutauchen.

Eine weitere Studie zeigt anschaulich, welchen Einfluss Unterbrechungen durch Benachrichtigungen aus Kommunikationsanwendungen auf unsere Konzentration haben. Dabei spielen auch die sogenannte FOMO (Fear of Missing Out), also die Sorge, wichtige Informationen, Möglichkeiten oder Erlebnisse zu verpassen, sowie Telepressure eine Rolle.

Unter Telepressure versteht man den empfundenen Druck beziehungsweise den inneren Drang, schnell auf berufliche E-Mails und Chatnachrichten zu reagieren. Damit verbunden ist häufig das Gefühl, ständig erreichbar sein und möglichst sofort antworten zu müssen, teilweise sogar außerhalb der Arbeitszeit.

Welche Arten von Konzentration gibt es?

Konzentration ist nicht gleich Konzentration. Im Arbeitsalltag nutzen wir verschiedene Formen der Aufmerksamkeit:

Jede dieser Formen erfordert einen anderen Umgang mit Energie und Aufmerksamkeit.

Wenn Mitarbeitende nicht verstehen, wie ihr Gehirn funktioniert, arbeiten sie häufig gegen seine natürlichen Mechanismen, anstatt dessen Potenzial gezielt zu nutzen.

Konzentrationsfähigkeit als Wettbewerbsvorteil

In einer Zeit zunehmender digitaler Überlastung wird Konzentrationsfähigkeit zu einer der wertvollsten Kompetenzen. Unternehmen, die ein Arbeitsumfeld schaffen, das mentale Leistungsfähigkeit unterstützt, profitieren nicht nur von höherer Produktivität, sondern auch von ruhigerer Kommunikation, besseren Entscheidungen und einer geringeren mentalen Erschöpfung ihrer Mitarbeitenden.

Die Fähigkeit, sich über längere Zeit konzentrieren zu können, ist heute leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Sie lässt sich jedoch gezielt trainieren und weiterentwickeln.

Unternehmen, die systematisch in die Entwicklung von Konzentrationsfähigkeit und kognitiver Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden investieren, schaffen damit eine wichtige Grundlage für höhere Leistungsfähigkeit, ein gesünderes Arbeitsklima und langfristig stabile Teams.

Seminar über Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit und mentale Leistungsfähigkeit

Was können Mitarbeitende bereits aus dem Seminar mitnehmen?

Meine Seminare für Unternehmen zu Gedächtnis, schnellem Lernen, Konzentrationsfähigkeit und kognitiver Leistungsfähigkeit sind so konzipiert, dass Mitarbeitende nicht nur neue Informationen erhalten, sondern vor allem konkrete Methoden kennenlernen, die sie unmittelbar in ihrem Arbeitsalltag einsetzen können.

Die Teilnehmenden lernen, wie sie ihre Konzentration nach einer Unterbrechung schneller wiederherstellen, große Mengen neuer Informationen besser verarbeiten, sich wichtige neue Inhalte leichter merken, die Auswirkungen digitaler Überlastung reduzieren und bewusst mit ihrer mentalen Energie während des Arbeitstages umgehen können.

Für HR und Unternehmen bedeutet das eine praxisnahe Weiterentwicklung von Kompetenzen, die Mitarbeitende jeden Tag benötigen: Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, mit Informationsüberlastung besser umzugehen, schneller zu lernen und ihre kognitive Leistungsfähigkeit auch in einem anspruchsvollen Arbeitsumfeld zu erhalten.

Der Nutzen beginnt daher nicht erst Wochen nach dem Seminar: Die ersten Techniken können Mitarbeitende bereits am nächsten Arbeitstag anwenden.

Interessieren Sie sich für dieses Seminar? Kontaktieren Sie mich gerne unverbindlich, zum Beispiel über das Kontaktformular auf meiner Website.

Warum Arbeitsgedächtnis, Konzentration und Entscheidungsfähigkeit heute wichtiger sind als je zuvor.

Wenn der Arbeitsdruck steigt, verändern sich nicht nur unsere Emotionen. Es verändert sich auch die Art und Weise, wie die einzelnen Bereiche unseres Gehirns zusammenarbeiten.

 

Kennen Sie das auch? Eine wichtige Deadline rückt näher, die Aufgaben nehmen zu und für Entscheidungen bleibt immer weniger Zeit. Plötzlich fällt es Ihnen schwerer, sich zu konzentrieren. Sie sind unruhig, reagieren gereizter, verlieren Zusammenhänge aus dem Blick, übersehen in Gesprächen wichtige Informationen und Entscheidungen kosten deutlich mehr Energie.

Viele Menschen glauben, dass dies eine Folge von Müdigkeit ist. Andere denken, ihnen fehle die nötige Kompetenz oder sie führen es auf das zunehmende Alter zurück. Tatsächlich liegt die Ursache woanders. Unter Arbeitsdruck verändert sich die Zusammenarbeit der einzelnen Gehirnbereiche. Eine der ersten Funktionen, die davon betroffen ist, ist das Arbeitsgedächtnis. Die Fähigkeit, Informationen kurzfristig zu speichern, mit ihnen zu arbeiten und sie für Konzentration, Kommunikation, Entscheidungen und Problemlösungen zu nutzen.

Gerade das Arbeitsgedächtnis gehört zu den wichtigsten Systemen unseres Gehirns, um die täglichen beruflichen Anforderungen erfolgreich zu bewältigen.

 

Wenn das Gehirn gut zusammenarbeitet, meistern wir auch anspruchsvolle Situationen besser

Beim Begriff „Gedächtnis“ denken die meisten Menschen zunächst daran, sich Namen, Vokabeln oder Zahlen gut merken zu können. Tatsächlich ist die Funktion des Gedächtnisses wesentlich umfassender. Das Arbeitsgedächtnis ist eines der bedeutendsten Stellen unseres Gehirns, denn dort wird die effektive Zusammenarbeit verschiedener Gehirnregionen ermöglicht. Es hilft uns, wichtige Informationen im Kopf zu behalten, Zusammenhänge herzustellen, fundierte Entscheidungen zu treffen und flexibel auf neue Situationen zu reagieren.

Eine Übersichtsarbeit in Frontiers in Psychology beschreibt das Arbeitsgedächtnis als aktives System, das Informationen nicht nur kurzfristig speichert, sondern sie organisiert, miteinander verknüpft und zielgerichtet nutzt. Wird das Gehirn über längere Zeit einer Informationsflut oder einer hohen kognitiven Belastung ausgesetzt, verschlechtert sich die Zusammenarbeit dieser Gehirnsysteme. Die Folgen sind eine langsamere Informationsverarbeitung, nachlassende Konzentration, stärkere mentale Erschöpfung und eine höhere Fehleranfälligkeit.

 

Informationsüberlastung kostet Unternehmen Zeit und Geld

Kann das Gehirn Informationen nicht effizient organisieren und schnell verarbeiten, macht sich das unmittelbar im Arbeitsalltag bemerkbar. Mitarbeitende suchen häufiger nach Informationen, die bereits vorhanden sind, greifen immer wieder auf bereits bearbeitete Themen zurück, vergessen Termine und machen mehr vermeidbare Fehler. Die Folgen sind Zeitverluste, eine höhere mentale Belastung und eine geringere Effizienz der Zusammenarbeit im Team.

Deshalb sollten Unternehmen der Entwicklung kognitiver Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken und sie gezielt auf das hohe Tempo der modernen Arbeitswelt sowie auf die Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz vorbereiten.

 

Gehirnkompetenzen lassen sich gezielt entwickeln

Die gute Nachricht ist: Das Arbeitsgedächtnis und die Gehirnkompetenzen lassen sich gezielt entwickeln.

Die Förderung des Arbeitsgedächtnisses bedeutet heute nicht, sich möglichst viele Informationen einzuprägen. Vielmehr geht es darum, Informationen schnell zu verknüpfen, sinnvoll zu nutzen und in fundierte Entscheidungen umzusetzen.

Zu einem modernen Gehirntraining gehören Gedächtnistechniken, Aufmerksamkeitsübungen, Konzentrationstraining, die Förderung des logischen, kombinatorischen und kreativen Denkens sowie Strategien für effektives Lernen. Ziel ist es, das Gehirn auf eine sich schnell verändernde Arbeitswelt vorzubereiten, anspruchsvolle Situationen gelassener zu bewältigen und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken.

 

Bessere Planung allein reicht nicht - auch das Gehirn muss vorbereitet werden

Wenn Menschen ihre Aufgaben nicht mehr gut bewältigen können, reagieren Unternehmen häufig zunächst mit neuen Planungssystemen oder Schulungen im Zeitmanagement. Das allein reicht jedoch nicht aus. Ist das Gehirn dauerhaft überlastet, kann selbst ein perfekt organisierter Kalender seine tatsächliche Kapazität nicht erweitern.

Deshalb ist es wichtig, mentale Leistungsfähigkeit gezielt zu stärken, damit das Gehirn auch langfristig den hohen beruflichen Anforderungen gewachsen bleibt, ohne dabei unnötig überlastet zu werden.

Nachhaltig gute Arbeitsergebnisse beruhen auf mehreren eng miteinander verbundenen Säulen: einem gut funktionierenden Arbeitsgedächtnis, Konzentrationsfähigkeit, Stressresistenz und einer effektiven Planung von Zeit und Aufgaben.

 

Unternehmen der Zukunft investieren nicht nur in Technologie, sondern auch in das menschliche Gehirn

Künstliche Intelligenz verändert unsere Arbeitswelt grundlegend. Umso wichtiger wird die Fähigkeit der Menschen, gute Entscheidungen zu treffen, Zusammenhänge schnell zu erkennen, effizient zu kommunizieren und auch unter hoher Arbeitsbelastung den Überblick zu behalten.

Genau diese Gehirnkompetenzen werden in den kommenden Jahren zu den wertvollsten Wettbewerbsvorteilen erfolgreicher Unternehmen gehören.

Unternehmen, die das Potenzial ihrer Mitarbeitenden systematisch fördern, gewinnen Teams, die schneller lernen, Veränderungen souveräner bewältigen und sich leichter an neue Anforderungen anpassen.

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen Arbeitsgedächtnis, Konzentration, effektives Lernen und weitere Gehirnkompetenzen entwickeln möchten, die die langfristige Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeitenden unterstützen, helfe ich Ihnen gerne - durch Seminare, individuelles Training oder Coaching.

crossmenu